Retroperspective|Andreas Feininger (1906 – 1999)

feininger_portrait_1270034 Andreas Feininger wuchs in Berlin auf und studierte an der Bauschule Zerbst Architektur. Sein Vater (Lyonel Feininger) war Maler und Lehrer an der Bauhaus-Schule in Weimar und seine Mutter war die aus einer jüdischen Familie stammende Künstlerin Julia Berg. Feininger arbeitete zwar als Architekt aber sein künstlerischer Schwerpunkt lag immer auf der Fotografie. Er zeichnete auch ein knappes Jahr bei einem berühmten Architekten in Paris, als er in Deutschland seine Arbeitserlaubnis verlor. Doch spätestens als er 1936 mit seiner neuen Liebe Wysse Hägg nach Stockholm zieht wurde für ihn klar, dass seine Fotografie ihn im Leben weiter bringen würde. Er etablierte sich schnell als gefragter Architekturfotograf und auch als fototechnischer Experte im Labor, wo er sich eigene Kameras baute.


1939 floh Andreas Feininger vor dem Krieg in die USA, wo er auch seine Eltern wieder traf.
In New York arbeitete er als freier Fotograf und später auch für das Life Magazin. Er brachte über 50 Lehrbücher und Bildbände heraus und seine Bücher sind seither Standardwerke an fotografischen Universitäten. Andreas Feininger starb am 18. Februar 1999 im Alter von 92 Jahren in New York. Seine Bilder sind Klassiker in der Geschichte der Fotografie.
Wegen der architektonischen Einflüsse des Studiums und dem künstlerischen Grundverständnis, welches er von seinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen hatte, weisen seine Bilder klare geometrische Strukturen und Muster auf, sind aber trotzdem spontan und in Bewegung.

08_00845479Eng.: Feininger grew up and was educated to be an architect in Germany where his father painted and taught at Staatliches Bauhaus. In 1936, he gave up architecture and moved to Sweden, where he focused on photography. In advance of World War II, in 1939, Feininger immigrated to the USA where he worked as a freelance photographer as well as for Life magazine.

Feininger became famous for his photographs of New York.  But already as a young boy he was fascinated by the structures and forms of the untouched nature in some parts of Germany so until his death in 1999 Feininger also made beautiful pictures of the skeletons and bones of animals, snakes and birds, investing them with the pure power, the creatures perhaps lacked when they were still alive and covered in flesh, fur, feathers or scales. He rarely captured people. Due to the architectural education and the artistic talent that he received from his parents, Feininger developed his own unique and wonderful style.

The-Photojournalist’-1951-Andrea-Feininger-smallerimage275portrait-of-a-man-wearing-a-fancing-mask-1955-photo-andreas-feininger-bSkeletal rib cage of a gorilla which proportrait-of-a-man-wearing-a-welder-mask-1955-photo-andreas-feiningerPictures from LIFE and Plesurephoto